14. Sonntag im Jahreskreis
6. 7. 2014
Mt 11,
25-30
25In jener Zeit sprach Jesus: Ich
preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen
und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
26Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
27Mir ist von meinem Vater alles
übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den
Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
28Kommt alle zu mir, die ihr euch
plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
29Nehmt mein Joch auf euch und lernt
von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden
für eure Seele.
30Denn mein Joch drückt nicht, und
meine Last ist leicht.
Gedanken zum Evangelium
Den „Weisen und Klugen“ bleiben Jesus und seine Liebe oft verborgen.
Sie neigen zu Hochmut, und dieser macht blind für Gottes Gaben.
Denen aber, die demütig und dankbar sein können, weil sie sich nicht für gar so
großartig halten, werden tiefe Einsichten über Werte des Glaubens und der Liebe
eher zuteil.
„Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden.“
Auf Jesus kommt es an und auf die Beziehung zu ihm. Er ist der
entscheidende Hoffnungsanker für die Welt. Nichts ist so wichtig wie diese
Glaubensverbindung mit Jesus. Auf ihn schauen, auf ihn hören, sich bei ihm
aufhalten, seine Worte beherzigen, ihn im persönlichen täglichen Leben nachahmen,
das sind die wichtigsten Bemühungen eines Christen. Darin besteht der
christliche Lebensweg.
„Kommt alle zu mir, die ihr Lasten zu tragen habt. Ich werde euch
Ruhe verschaffen ...“ Das Vertrauen auf Jesus
bewirkt Trost, Gelassenheit, innere Ruhe und bringt auch Hilfe in den täglichen
Mühen und Sorgen. Der Christ kann sicher sein, dass er den an seiner Seite hat,
der ihm wohlgesinnt ist, der ihn ohne Bedingung liebt, der seine Lasten mitprägt
und für ihn das Beste will. In dieser Freundesbeziehung zu Jesus liegt die
Freude des Christen begründet. Sein Leben gewinnt daraus Sinn, und dieser Sinn
ist unabhängig von Gesundheit, Wohlstand und Ruhm.
Vertrauensvolles christliches Leben wird nie wirklich zur unerträglichen
Last und unterdrückt die Menschen nicht. Christliches Leben ist zwar nicht lastenfrei, aber
es macht Mut, gibt Ruhe und bewirkt Geborgenheit, Freiheit und Freude. (merli@utanet.at)