Weihnacht 2015
Was haben wir gefeiert?
So fragt betroffen
mancher Christ,
was strahlte, war
dies echtes Licht?
Raketen fuhren
himmelwärts,
doch was berührte
sanft das Herz?
Erfreute denn der
Weihnachtsmann,
der dräuend im Advent
schon dran?
Es blieb trotz leerem
Ho-Gebrumm
die Melodie des
Herzens stumm.
Hat „Kinderlein“
vielleicht betört,
das „Glöckchen“, das
so oft gehört,
die Bettlerriege
überall
der Fiedeln flehend
Jammerhall?
Die Straße wurde
Fest-verziert,
damit sie
Weihnachtsfreud´ gebiert.
Gesättigt hat der
Lichterglanz
das tiefe Sehnen doch
nicht ganz.
Geschenke türmten
sich im Haus,
man tafelte in Saus
und Braus
bei Festtagspunsch
und edlem Wein,
doch Freude stellte
sich nicht ein.
Wo ist zu finden ohne
Frust
des Herzens Wärme
oder Lust?
Es fehlt vielleicht
zum Höhenflug
des Glückes wahrer
Licht-Bezug.
Man sehnte sich nach
Liebeswonne.
Doch gibt es Freude
ohne Sonne?
Ein Wagen fährt nicht
ohne Räder,
solide Schuhe
brauchen Leder.
Wer nur den Rahmen
feiern will,
dem bleibt das Herz
nur kalt und still,
denn jubeln kann der
Christ nur dann,
wenn Liebe in die
Seele rann.
Die Freude
glückerfüllten Lebens
erstreben wir im
Schein vergebens.
Das Himmelskind bringt Freud und Glück
am Weihnachtsfest ins Herz zurück.
AM