Sonntag, 3. Januar 2016



Weihnacht 2015

Was haben wir gefeiert?

So fragt betroffen mancher Christ,
was strahlte, war dies echtes Licht?
Raketen fuhren himmelwärts,
doch was berührte sanft das Herz?

Erfreute denn der Weihnachtsmann,
der dräuend im Advent schon dran?
Es blieb trotz leerem Ho-Gebrumm
die Melodie des Herzens stumm.

Hat „Kinderlein“ vielleicht betört,
das „Glöckchen“, das so oft gehört,
die Bettlerriege überall
der Fiedeln flehend Jammerhall?

Die Straße wurde Fest-verziert,
damit sie Weihnachtsfreud´ gebiert.
Gesättigt hat der Lichterglanz
das tiefe Sehnen doch nicht ganz.

Geschenke türmten sich im Haus,
man tafelte in Saus und Braus
bei Festtagspunsch und edlem Wein,
doch Freude stellte sich nicht ein.

Wo ist zu finden ohne Frust
des Herzens Wärme oder Lust?
Es fehlt vielleicht zum Höhenflug
des Glückes wahrer Licht-Bezug.

Man sehnte sich nach Liebeswonne.
Doch gibt es Freude ohne Sonne?
Ein Wagen fährt nicht ohne Räder,
solide Schuhe brauchen Leder.

Wer nur den Rahmen feiern will,
dem bleibt das Herz nur kalt und still,
denn jubeln kann der Christ nur dann,
wenn Liebe in die Seele rann.

Die Freude glückerfüllten Lebens
erstreben wir im Schein vergebens.
Das Himmelskind bringt Freud und Glück
am Weihnachtsfest ins Herz zurück.

AM